Posted by Seofine on Freitag Okt 15, 2010
Filed under :Allgemein
Wir danken Uschi M. für ihren interessanten und kurzweiligen Erfahrungsbericht über ihren Weg zum vaginalen Orgasmus:
“Nach 34 Jahren, in denen ich weit mehr als die Hälfte sexuell aktiv war, war es mir leider nicht vergönnt, einen vaginalen Orgasmus zu erleben – bis vor ein paar Wochen! Ich denke bis dahin sind verschiedene Dinge schief gelaufen, war doch meine Grundhaltung schon von der Einstellung meiner Mutter geprägt, als Frau sei man für die Männer ja eh nur Samenablage, der weibliche Orgasmus sei von der Natur gar nicht vorgesehen. Als aufgeklärte Frau versuchte ich das zwar reflektiert zu hinterfragen, aber so ganz bekam ich den Satz wohl doch nie aus dem Kopf. Sex wurde folglich für mich das Mittel zum Zweck von Nähe und Erregung, aber selbst klitorale Orgasmen ließen viele Jahre auf sich warten. Einer meiner Freunde schaffte es sogar mir weiß zu machen, dass man Orgasmen als Frau erst ab einem bestimmten Alter bekommen könnte. Da ich mich in meiner Jugend nicht selbstbefriedigte gab es nichts, das mich eines besseren belehrt hätte. Ich glaubte meiner Mutter und meinem Freund und wartete geduldig darauf, älter zu werden.
Irgendwann erzählte mir eine gleichaltrige Freundin von dem Spaß, den sie beim masturbieren hatte und ich wurde stutzig. Schon beim ersten Mal klappte es innerhalb kürzester Zeit mit dem fantastischen Gefühl und Masturbation wurde zu meinem neuen Hobby. Zunächst hatte sich das Thema Orgasmus beim Sex damit für mich auch erledigt, denn meine Befriedigung verschaffte ich mir ja oft genug selbst. Irgendwann aber bekam ich immer wieder von anderen Frauen mit, wie erfüllend ihre Sexleben mit ihren Partnern war und wollte natürlich auch.
Das erste Mal, dass es überhaupt mit Sexualpartner klappte war mit 20 und einem sehr geduldigen ausdauernden Liebhaber, der sich viel Zeit nahm mich oral zu befriedigen. Das Gefühl war großartig, noch besser als ich es von der Selbstbefriedigung kannte. Das war für mich ein Meilenstein, denn wie mir inzwischen klar war, lag das Hauptproblem darin, dass ich mich bei einem Mann nicht so fallen lassen konnte wie wenn ich allein war. Schön war auch festzustellen, dass es auch Männer gibt, für die der eigene Spaß sekundär ist. Ich dachte mir “Tja, Mama, von wegen nur Samenablage” und war sehr zuversichtlich, dass es bald auch beim Geschlechtsverkehr klappen würde. Hier waren allerdings meine Fähigkeit mich fallen zu lassen und auch die Geduld des Mannes weniger ausgeprägt und die Seifenblase “vaginaler Orgasmus” platzer vorerst wieder. Je frustrierter ich darüber war, desto ungeduldiger wurde ich, desto mehr verkrampfte ich und desto weniger konnte es natürlich auch klappen.
So gingen wieder viele Jahre ins Land in denen ich mich abwechselnd ausgiebig mit dem Thema beschäftigte, z.B. mit Atemtechniken, und mich dann wieder zeitweise damit abfand, dass ich wohl nicht zu den auserwählten Vaginalorgasmus-Habenden gehörte. Immer wenn ich las, dass die meisten Frauen zusätzliche Stimulation der Klitoris brauchen, freute ich mich und war erleichtert. Das Gefühl, etwas zu entbehren, wurde ich aber auch nie wirklich los.
Zu meinem Junggesellinnenabschied schenkten mir meine Freundinnen einen Glas Dildo mit der Ankündigung, dass ich den ja bekanntlich als verheiratete Frau brauchen würde… ohne zu wissen, was für einen großen Gefallen sie mir damit taten! Erst setzten wir ihn gelegentlich beim Liebesspiel ein und zu meiner Überraschung war es gar nicht so unerotisch, wie ich es mir vorgestellt hätte.
Die Offenbarung kam aber erst, als ich es an einem Strohwitwen-Wochenende mal allein versuchte. Ich hatte eigentlich gar keine großen Erwartungen, nahm mir einfach Zeit und versuchte mich zu entspannen. Ich hatte nichts zu tun als es einfach so lange zu versuchen bis es sich nicht mehr gut anfühlte… oder eben im Gegenteil! Denn nach einer Stunde hatte ich plötzlich das Gefühl zu explodieren. Das Gefühl war unbeschreiblich und nachdem ich nun weiss, dass es möglich ist und wie es sich anfühlt bin ich nun ganz sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es auch beim Sex klappt. Und wenn nicht ist auch nicht schlimm, hauptsache vaginaler Orgasmus!”
Posted by Seofine on Montag Sep 20, 2010
Filed under :Allgemein
1. Frauen können zwei verschiedene Arten von Orgasmen haben: den klitoralen (den die meisten Frauen haben) und den selteneren vaginalen Orgasmus
2. Es gibt wenige Frauen, die überhaupt nicht zum Orgasmus kommen
3. Die Mehrheit der Frauen bekommen nur dann einen Orgasmus, wenn die Klitoris manuell oder oral stimuliert wird – oder mit Vibrator
4. Weniger als die Hälfte aller Frauen könnten einen vaginalen Orgasmus bekommen, aber die meisten wissen nicht wie!
5. Da die meisten Frauen einen Orgasmus nur durch Stimulation der Klitoris bekommen können, kommen Sie während des Geschlechtsverkehrs ohne zusätzliche Stimulation der Klitoris oft nicht zum Höhepunkt
6. Für mehr als die Hälfte der Frauen hat der Orgasmus absolut nichts mit der Größe der Penis eines Mannes zu tun
7. Beim vaginalen Orgasmus gibt es zwei unterschiedliche Arten: den cul-de-sac Orgasmus und den G-Punkt-Orgasmus. Der cul-de-sac liegt tiefer hinter dem Gebärmutterhals. Während die Stimulation des cul-de-sac sehr schön sein kann, empfinden die meisten Frauen die Berührung des Gebärmutterhalses mit dem Finger oder durch das Stoßen mit dem Penis als unangenehm. Ein 13 cm langer Penis reicht normalerweise aus umd den cul-de-sac zu stimulieren
8. Den anderen vaginalen Orgasmus bekommt die Frau durch Stimulierung des G-Punkts. Hierbei handelt es sich nicht um einen Bereich, der circa 5 cm vom Scheideneingang entfernt an der Vorderwand der Scheide liegt. Viele Frauen haben bei Stimulation des G-Punktes das Gefühl zu urinieren. Die Stimulation führt oft zur zum Austritt von Sekret aus der Skene-Drüse, der weiblichen Prostata
9. Ein Mann braucht keinen langen Penis, um eine Frau zu einen vaginalen Orgasmus zu führen. In den meisten Fällen reichen 13 cm für einen einen G-Punkt oder cul-de-sac-Orgasmus
10. Frauen brauchen normalerweise mindestens 5 bis 10 Minuten direkte Stimulation der Klitoris um zum Orgasmus zu kommen
Posted by Seofine on Montag Sep 6, 2010
Filed under :Tipps und Tricks, damit SIE kommt
Liest man sich ein bisschen durch Foren zum Thema “Wie bringt man(n) eine Frau zum Orgasmus”, ist man überrascht, wie viele Fachmänner es gibt, die genau zu wissen scheinen wie es funktioniert, also wie man die Partnerin dazu bringt zu kommen.
Unterhält man sich dagegen mit den besten Freundinnen stellt man eigentlich immer wieder eins fest: die aller meisten Männer haben keinen blassen Schimmer, was dazu führt, dass wir Frauen einen Orgasmus bekommen.
Besonders lustig finde ich immer die Männer, die behaupten, dass sie “damit bisher nie Probleme hatten” und es bei ihnen “bisher immer geklappt hat”, nur bei der einen speziellen Frau, die jetzt plötzlich Kritik äußert.
Dann kommen immer erst mal viele Männer die das von sich auch kennen, weil sie auch immer nur Mädels im Bett hatten, die ihnen lieber was vorgelogen haben als zu sagen “Äh, sorry, aber was machst du da eigentlich…”. Diese Antworten beruhigen den Fragensteller oder um Ratfrager mit hilfreichen Sprüchen wie “das liegt bestimmt an ihr… vielleicht kann die gar nicht kommen… hatte auch mal so eine, die war einfach total verklemmt” usw. Der Initiator des Gesprächs fühlt sich bestätigt und gibt zu, dass er sich das ja auch schon überlegt hatte.
Aber dann kommt irgendwann einer, der es auf den Punkt bringt und den Um-Rat-Bitter, der jetzt eigentlich schon ganz zufrieden war, daraufhinweist, dass es vielleicht auch bisher gar nicht so gut geklappt hat und dieses aktuelle Geschöpf nur die erste ist, die sich traut es auszusprechen.

Posted by Seofine on Dienstag Aug 3, 2010
Filed under :Lexikon der weiblichen Sexualität
Um sich dem großen Auftrag die Sexualpartnerin zum Orgasmus zu bringen zu widmen muss man zunächst anfangen den weiblichen Körper zu verstehen. Wer dabei glaubt, es gäbe nur den Weg über die Stimulation des Genitalbereichs ist schon auf dem Holzweg. Das Zauberwort lautet “Erogene Zonen” und meint all die Bereiche des menschlichen Körpers, deren entsprechende Reizung sexuelle Erregung und im besten Fall einen Höhpepunkt auslösen kann.
Sexualforscher unterscheiden zwischen nicht-spezifischen und spezifischen erogenen Zonen. Der Unterschied besteht vorallem der Dichte der Nervenenden. Nicht-spezifische erogene Zonen umfassen behaarte Körperbereiche mit einer normalen Dichte von Nervenenden und Haarfolikeln. Hierzu zählen z.B. Füße, Achselhöhlen, Lenden, Bauch oder die Schenkel, insbesondere die Oberschenkelinnenseiten.
Die spezifischen erogenen Zonen verteilen sich vorallem auf sämtliche Haut- und Schleimhautbereiche, die eine sehr hohe Dichte der Nervenenden aufweisen, wie z.B. Ohrmuscheln, Nase und Mund, Handinnenflächen, Achselhöhlen, der Bereich des Damms und Anus. Dazu kommen solche Körperbereiche, die für eine direkte Stimulation innerer Organe des Beckenbereiches empfänglich sind.

Posted by Seofine on Sonntag Aug 1, 2010
Filed under :Allgemein
Der weibliche Orgasmus ist ein Mythos. Frauen beschreiben ihn Oft wie eine Explosion, ein Schweben auf Wolke 7 oder wie eine sinnliche Widergeburt. Wie sich das Gefühl des weiblichen Orgasmus von dem des männlichen Orgasmus unterscheidet wird wohl für immer eine Geheimnis bleiben, denn: wer sollte darüber entscheiden?
Fakt ist eins: der weibliche Orgasmus ist ein komplexes Zusammenspiel von Sinnlichkeit, Psyche und Körperlichkeit, während der männliche Orgasmus – seien wir ehrlich - eine vor allen Dingen mal sehr simple körperliche Angelegenheit darstellt, die durch simple Motorik und einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt. Dabei soll nicht angezweifelt werden, dass es auch hier Abstufungen bis hin zur Ekstase gibt - dies ist jedoch hier nicht der Gegenstand des Interesses.
Ist der weibliche Orgasmus tatsächlich ein Mythos oder steckt viel weniger dahinter als oft deklariert? Dies wollen wir auf diesen Seiten durchleuchten und gemeinsam erarbeiten. Viel Freude und viel Erfolg!